Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V.

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Selbstverständnis des Instituts für Friedenspädagogik (2002)

Das Institut für Friedenspädagogik ...

... hat sich seit seiner Gründung im Jahr 1976 (damals unter dem Namen "Verein für Friedenspädagogik Tübingen e.V.) als friedenspädagogische Servicestelle bundesweit etabliert. Zu einer Vielzahl von Themen werden didaktisch aufbereitete Publikationen und audiovisuelle Medien erstellt, Literatur- und Medienübersichten erarbeitet oder Seminare durchgeführt.
Die Angebote werden von einzelnen Personen aus allen Bildungsbereichen und von der interessierten Öffentlichkeit genutzt. Anerkannte Institute der Lehrerfortbildung, Jugendämter oder Erwachsenenbildungswerke sind wichtige Kooperationspartner.
Das Institut verfügt über eine Geschäftsstelle in Tübingen und arbeitet im Verbund mit erfahrenen Fachleuten aus Wissenschaft und Forschung, der Bildungs- und Medienarbeit sowie der graphischen Umsetzung und der Computeranwendung. Alle Publikationen werden in einem eigenen Verlag veröffentlicht.
Die Arbeit wird vor allem über Drittmittelprojekte, Auftragsarbeiten und die Beiträge der Mitglieder (ca. 210) finanziert.

Friedenserziehung ist keine Zeiterscheinung,

Sie ist so lange erforderlich, wie Menschen unterdrückt und Konflikte mit Gewalt ausgetragen werden.
Friedenserziehung ist Teil einer Kultur des Friedens, die gekennzeichnet ist durch eine zivile Gesellschaft. Friedenserziehung gibt in diesem Sinne konkrete Hilfestellungen für die Erziehung in Familie und Vorschule, im schulischen Unterricht und in der außerschulischen Bildungsarbeit.
Friedenserziehung gründet in der Überzeugung, daß Einstellungen und Verhaltensweisen durch Erziehung und Bildung veränderbar sind und sich auf politische Entscheidungen und Strukturen auswirken.
Friedenserziehung, wie sie im Institut für Friedenspädagogik entwickelt und praktiziert wird, ist auch Aufforderung zur Einmischung in Gesellschaft und Politik. Sie sieht die Verantwortung des einzelnen, berücksichtigt aber auch die Bedeutung struktureller Rahmenbedingungen.

Im Mittelpunkt der Arbeit

des Instituts für Friedenspädagogik steht die kritische Auseinandersetzung mit zwischenmenschlichen, gesellschaftlichen und internationalen Konflikten, um Möglichkeiten für zivile Konfliktbearbeitung sichtbar machen zu können. Als weiteres wichtiges Themenfeld ist in den letzten Jahren der Bereich "Globales Lernen" hinzugekommen. Die Umsetzung dieses Bereiches findet insbesondere in der gemeinsam mit "Brot für die Welt" eingerichtete "Schulprojektstelle Globales Lernen" statt.
Einen breiten Raum nimmt die Anwendung unterschiedlicher Methoden der politischen Bildung sowie die Einbeziehung neuer Medien ein.
Das Institut für Friedenspädagogik möchte mit seiner Arbeit zu einem kritisch reflexiven Umgang mit der Wirklichkeit anregen.

Vom „Verein“ zum „Institut“

Der „Verein für Friedenspädagogik Tübingen e.V.“ hat im Jahr 2002 seinen Namen geändert. Der „Verein“ heißt nun „Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V. (IFT). Diese Namensänderung steht in engem Zusammenhang mit dem veränderten Tätigkeitsprofil des Instituts.
Seit über 10 Jahren arbeitet das Institut vor allem überregional mit zahlreichen Nichtregierungsorganisationen, Lehrerfortbildungseinrichtungen, Gewerkschaften, Kirchen, Ministerien, Bundes- und Landeszentralen für politische Bildung usw. zusammen.
Die Durchführung wissenschaftlicher Vermittlungsprojekte, die Erstellung von Sachbeiträgen und Gutachten, die Ausrichtung auf die Entwicklung von (audiovisuellen) Unterrichtsmedien, von Seminarkonzeptionen und Beratung, sowie die geleistete Fortbildungstätigkeit entspricht den Aufgaben und dem Arbeitsansatz eines Instituts.

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